Referent/in: Meret Guizetti (M.A. Erziehungswissenschaften und M.Sc. Coaching Psychology) ist seit Jahren als Fachreferntin und Pädagogin in Feldern wie Erlebnispädagogik, außerschulischer Jugendbildung und Erwachsenenbildung tätig. Ziel ihrer Arbeit zur ADHS-Sensibilisierung ist es, Fachkräfte bei den herausfordernden Fragen des Berufsalltags zwischen Anspruch und realistischem Umgang mit den eigenen Ressourcen zu unterstützen. Sie arbeitet mit einem ressourcenorientierten Blick - nicht nur in Bezug auf die Adressat*innen, sondern auch auf die Fachkräfte.
Veranstaltungsort: Zentrum für Psychoe & Sucht, Alte Kasseler Str. 24-26; 35039 Marburg
Kosten: Für externe TeilnehmerInnen: 80 Euro.
ADHS im Alltag - Fortbildung für Fachkräfte im sozialpsychiatrischen Bereich
Die angebotene Fortbildung bietet einen Einblick in die Innensicht Betroffener. Wie wird ADHS von Betroffenen erlebt? Welche Art von Kommunikation ist für sie hilfreich? Wie kann der Überforderung von Betroffenen und auch vom Umfeld begegnet werden?
Die Herausforderungen für Betroffene und ihr Umfeld können sehr unterschiedlich sein. Ein roter Faden zieht sich jedoch durch: Herausforderungen mit der Selbstorganisation und der Alltagsstruktur, Probleme in der Kommunikation zwischen Menschen mit und ohne ADHS, Überforderung mit institutionalen Settings und Bürokratie. Fähigkeiten, Bewältigungsstrategien und besondere Arbeitsweisen und Vorlieben von Personen mit ADHS werden bisher selten beleuchtet. Diese Fortbildung möchte eine Alternative zu defizitorientierten Perspektiven anbieten und einen differenzierten Blick stärken.
Schwerpunkte:
- Hintergrundwissen zu ADHS
- Unterstützende ansätze für Fachkräfte
- Was unterstützt Personen mit ADHS bei der Selbstorganisation im Alltag?
Schwerpunkte aus der Praxis, eigene Fragen und Themenwünsche der Teilnehmenden sin willkommen.
zur Anmeldung
Referent/in: Doro Happel, Fachkrankenschwester für Psychiatrie und Psychotherapie und PART-Ausbilderin.
Veranstaltungsort: Zenrum für Psychose & Sucht, Alte Kasseler Str. 24-26, 35039 Marburg
Kosten: Ausschließlich interne Fortbildung für die Mitarbeiter*innen der Sozialen-Hilfe-Marburg e.V.
PART- Tagesseminar Krisenkommunikation
Menschen geraten manchmal in Krisen. Oftmals sind diese Menschen mit Situationen konfrontiert, in denen ihre bisherigen Bewältigungsstrategien versagen. Krisen äußern sich in Verzweiflung oder Angst, manchmal aber auch in Wut mit Gefährdungspotential für sich und andere. Fachkräfte, die diesen Menschen in Krisen begegnen, haben hierbei die Aufgabe, begleitend und deeskalierend zu unterstützen. Dies stellt sie vor eine besondere Herausforderung.
In diesem Seminar werden Kommunikationsstrategien vermittelt und trainiert, die sich in der Praxis bewährt haben und die man kennen und anwenden können sollte.
Allen gemein ist die Grundhaltung, dass die Kient*innen für ihre Bedürfnislage und Weltsicht gute Gründe haben. Es lohnt sich diese Gründe kennenzulernen und daran anknüpfend Klient*innen zur aktiven Mitarbeit an einer Problemlösung einzuladen.
Krisen werden in diesem Zusammenhang als Ausdruck von verletzten psychischen Grundbedürfnissen verstanden. Dieses Verständnis eröffnet Fachkräften neue Möglichkeiten einer passgenauen Krisenkommunikation.
Die Teilnehmenden vertiefen in dieser Fortbildung ihre Kenntnisse in bedürfnisorientierter Krisenkommunikation und lernen, in Krisen sicher zu handeln.
Methoden
Mit Hilfe von Informationen und Anwendungen auf standardsituationen wird die Vorgehensweise für die eigene Berufspraxis trainiert. Die Inhalte orientieren sich an den Prinzipien des PART*-Konzepts. Es sind keine Vorkenntnisse notwendig.
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Referent/in: PD Dr. Monika Lang, Diplom Psychologin, Hochschuldozentin an der Universität Marburg und Leitung des Instituts für Rehabilitationspsychologie und Autismus (IRA) in Gießen
Veranstaltungsort: Teamraum, Zentrum Psychose & Sucht, Alte Kasseler Str. 24-26, 35039 Marburg
Kosten: Unkostenbeitrag für externe Teilnehmende: 80 Euro.
Menschen mit Autismus Spektrum verstehen und begleiten - Basis und Vertiefung von komorbiden Störungen
Erwachsene mit hochfunktionaler Autismus-Spektrum-Störung (ASS) / Asperger Syndrom, stehen in ihrem Alltag aufgrund ihrer autismusspezifisch veränderten Informationsverarbeitung häufig vor besonderen Herausforderungen. Diese anderen (neuro-) psychologischen Bedingungen wirken sich vor allem in der zwischenmenschlichen Kommunikation, der Wahrnehmungsverarbeitung und im Planen und Handeln aus und können dann zu Irritationen und Stresserfahrungen führen. Trotz vieler Kompetenzen und Interessen, sowie einem langsamen verbesserten Zugang zu schulischer und beruflicher Bildung, ist die gesellschaftliche Teilhabe im Erwachsenenalter häufig erschwert und das Risiko einer sensorischen Überlastung mit Erschöpfungszuständen und zusätzlichen komorbiden Störungen hoch. Was kann beim gegenseitigen Verstehen helfen und wie kann auf diesem Hintergrund eine autismussensibele Assistenz und Begleitung gestaltet werden?
In dieser eintägigen Veranstaltung werden im ersten Teil Grundlagen zu hochfunktionaler ASS vermittelt und im zweiten Teil vertiefend häufige komorbide Störungen und ihre Auswirkungen bei ASS thematisiert. Fragen und Erfahrungen der Teilnehmenden werden dabei einbezogen.
zur Anmeldung
Referent/in: Jessica Bartels (Projektverantwortliche der Diakonie Hessen); Jana Senger (wissenschaftliche Mitarbeiterin zum Projekt Teilhabe), Matthis Bender (Teilhabebeauftragter der BI-Sozialpsychiatrie)
Veranstaltungsort: Selbsthilfekontaktstelle, Schwanallee 30, 35037 Marburg
Kosten:
Gestaltung von mehr Mitbestimmung im Alltag
Diese Fortbildung wird für Mitarbeiter*innen und Expert*innen angeboten.
In dieser Fortbildung geht es um Mitbestimmung im Alltag. Was heißt Mitbestimmung und wie kann Mitbestimmung umgesetzt werden?
Zusammen werden Leitfragen bearbeitet wie z. B.:
- Was denken Sie bedeutet Mitbestimmung für Nutzende/Klient*innen/Bewohner*innen?
- Wo erleben sie Mitbestimmung im Alltag?
- Was bedeutet es Mitbestimmung zu ermöglichen?
- Was bedeutet Mitbestimmung für die Mitarbeitenden?
- Wie kann Mitbestimmung konkret in ihrer praktischen Arbeit gestärkt werden?
Zum Ablauf:
9.00 Uhr Begrüßung und Einleitung
9.20 Uhr Praxisteil 1 - Arbeit in Kleingruppen
10.45 Uhr Pause (mit Fingerfood und Getränken)
11.15 Uhr Theorie zum Thema Partizipation
11.35 Uhr Praxisteil 2 - Beispiele aus dem Alltag
12.15 Mittagspause mit Mittagessen
13.00 Uhr Arbeits- und Ergebnisphase
13.30 Uhr Abschlussrunde
14.00 Uhr Ende der Fortbildung
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Referent/in: Doris Kroll (WENDO Marburg e.V.)
Veranstaltungsort: Selbsthilfekontaktstelle, Schwanallee 30, 35039 Marburg
Kosten: Unkostenbeitrag für externe Teilnehmer: 25 Euro
Geschlechterbewusste Prävention von Grenzverletzungen und Gewalt
Die Fortbildung richtet sich an alle Geschlechter und nimmt insbesondere Geschlechterrollenstereotype in den Blick. Diese sind häufig ursächlich für den Umstand, dass Grenzverletzungen oder Gewalt nicht als solche wahrgenommen werden können oder benannt werden.
Betroffene von Gewalt aller Geschlechter wird meist geraten sich Hilfe zu holen, was eine wichtige Intervention ist. Gleichzeitig sind Interventionen häufig von Antwortstereotypen bestimmt, wie z.B. : "Sie wissen doch, dass er so ist. Versuchen sie ihm einfach aus dem Weg zu gehen". Oder "der/die meint es nicht so".
Die Fortbildung will hierzu Alternativen bieten und verdeutlichen, dass insbesondere das Aufbrechen von Geschlechterrollenstereotypen helfen kann, Grenzverletzungen und Gewalt zu verhindern.
Es wird auf Grenzverletzungen unter Kolleg*innen und Klient*innen eingegangen.
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Referent/in: Dr. Esther Jung, psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie), seit 2017 in einer Praxisgemeinschaft in Marburg niedergelassen. Promotion bei Prof. Tania Lincoln zu Psychotherapie bei psychotischen Störungen. Die Behandlung von Menschen mit Psychosen stellt seitdem einen Schwerpunkt in meiner Tätigkeit dar.
Veranstaltungsort: Zentrum Psychose & Sucht, Alte Kasseler Str. 24-26, 35039 Marburg
Kosten: Unkostenbeitrag für externe Teilnehmer: 50 Euro.
Psychotherapie bei Menschen mit schizophrenen Störungen
Schizophrene Erkrankungen gehören zu den besonders schweren psychischen Störungen. Etwa 1% der Bevölkerung erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Die Erkrankung geht meist mit erheblichem persönlichem Leid, Stigmatisierung und einem hohen Risiko für soziale und berufliche Beeinträchtigungen einher. Die Arbeit mit Menschen mit Wahn, Halluzinationen oder starker Negativsymptomatik kann sehr herausfordernd sein. Im Rahmen der Fortbildung soll Basiswissen über schizophrene Erkrankungen vermittelt (oder aufgefrischt) werden und ein Überblick über Symptomatik, Verlauf und Behandlungsansätze gegeben werden. Laut S3 Leitlinie werden neben Pharmakotherapie auch Psychotherapie und psychosoziale/sozialpsychiatrische Maßnahmen empfohlen. Die Kognitive Verhaltenstherapie für Psychosen (CBT-P) soll als leitliniengerechter psychotherapeutischer Ansatz vorgestellt werden. Voraussetzung für die Therapie, mögliche Inhalte und Ziele, sowie Besonderheiten der therapeutischen Haltung und Beziehungsgestaltung sollen erläutert werden.
Zudem soll es Raum für Austausch und Diskussion geben, wie Psychotherapie und sozialpsychiatrische Angebote ineinandergreifen und voneinander profitieren können.
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Referent/in: Jens Seibel, Fachstelle für Suchtprävention, Diakonisches Werk Marburg-Biedenkopf
Veranstaltungsort: Selbsthilfekontaktstelle, Schwanallee 30, 35037 Marburg
Kosten: Unkostenbeitrag für externe Teilnehmer: 25 Euro
go@onlife - Hilfe bei problematischem Medienkonsum
In einer Welt, in der Smartphones, Tablets, Spielekonsolen, Computer und Streaming-Dienste fester Bestandteil des Alltags geworden sind, steigen auch die Herausforderungen im Umgang mit der Medienutzung. Besonders bei Jungendlichen und Menschen mit psychischen Erkrankungen kommt es häufig zu problematischem Medienkonsum, der nicht nur den Schlafrhythmus stört, sondern auch zu sozialen Ängsten oder einer Abhängigkeit führen kann.
Im Rahmen dieser Fortbildung wird ein tiefer Einblick in die Thematik des problematischen Medienkonsums gegeben und aufgezeigt, was die Anziehungskraft von Online-Games, Social Media und anderen digitalen Plattformen ausmacht. Dabei werden verborgene Mechanismen beleuchtet, die dazu führen, dass vor allem junge Menschen und Betroffene psychischer Erkrankungen häufig keine zeitlichen Grenzen kennen, wenn sie in diesen Welten versinken.
Neben der Vermittlung von Wissen zu den Anzeichen von problematischem Medienkonsum werden Handlungsmöglichkeiten für Angehörige und betreuenden Personen aufgezeigt. Ein besonderer Fokus liegt auf der beruflichen Haltung im Umgang mit Mediennutzung und den Einflussfaktoren wie Faszination, Selbst-und Fremdwahrnehmung, Stimmungsregulation und Vermeidungsstrategien. Die Fortbildung bietet die Gelegenheit, sich umfassend mit dieser wichtigen Thematik auseinanderzusetzen und wertvolle Impulse für den Umgang mit problematischem Medienkonsum in der täglichen Arbeit zu erhalten.
zur Anmeldung
Referent/in: Manuela Herden, Supervisorin, Lehrsupervisorin, Coach EASC, M.A. Religion und Psychotherapie, Fachwirtin im Sozial-und Gesundheitswesen und Resilienztrainerin
Veranstaltungsort: Selbsthilfekontaktstelle, Schwanallee 30, 35037 Marburg
Kosten: Unkostenbeitrag für externe Interessierte: 80 Euro
Re:Silenzia - aus der Ruhe zu mehr Leichtigkeit im Arbeitsalltag
In sozialen Berufen ist es wichtig, die eigenen Grenzen zu achten, aus den eigenen Ressourcen zu schöpfen und in einer lauten Welt zurück zur inneren Ruhe zu finden. Dieses Kunststück üben wir gemeinsam - in vielfältigen, praxisnahen Einheiten. Die Fortbildung bietet einen Raum zur Stärkung der eigenen Resilienz und gibt viele Impulse für eine tragfähige Selbstführung. Sie erwartet ein lebendiger MIx aus Resilienzübungen, hypnosystemischen Interventionen und Impulsen aus den Weisheitslehren unterschiedlicher Kulturen.
- Manana-Kompetenz - Auch Powermenschen brauchen Pausen
- Motivationskünste: Innerer Antreiber, Glaubenssätze und Lebensskripte
- Lebensfreude und Energiespender: Glimmer im Alltag entdecken
- Achtsamkeit und Dankbarkeit - ein Powerduo!
- Traumreise - in der Zeitmaschine zu mehr Leichtigkeit
- Ziele mit Haltung und andere Effizienz-Geheimnisse
- Re:Silenzia - zurück zur inneren Ruhe